Sehendes Sehen

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Der Begriff »Sehendes Sehen« bei Max Imdahl

Der Begriff »sehendes Sehen« wurde geprägt von Max Imdahl (1925-1988), einem deutschen Kunst­histo­riker, der zeit­weise auch als bilden­der Künstler tätig war. Für Imdahls Metho­de der Werk­ana­lyse, von ihm als »Iko­nik« bezeich­net, spielt der Begriff des »sehen­den Sehens« im Zu­sammen­hang mit Imdahls Auf­fassung eines »wieder­erken­nenden Sehens« eine grund­legen­de Rolle. Im Folgen­den soll ein Über­blick gege­ben werden über die folgen­den Aspek­te: Imdahls Ent­wicklung des Begrif­fes »sehen­des Sehen«, Bezug zur »Iko­nik«, Imdahls Bezug­nahme auf und Kritik an Auto­ren wie Fiedler oder Panof­sky, Rezep­tion von Imdahls Metho­de.

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Bildnachweis:
Paul Cézanne, Montagne Saint-Victoire, 1904/06, 60x72cm, Öl auf Leinwand, Basel, Öffentliche Kunstsammlung

in:
Max Imdahl (1996). Cézanne – Bracque – Picasso. Zum Verhältnis zwischen Bildautonomie und Gegenstandssehen. In: Boehm, Gottfried (Hg.): Max Imdahl, Gesammelte Schriften, Band 3: Reflexion – Theorie – Methode. Frankfurt/Main: 1996, S. 303-380, Wiederauflage der Schrift von 1974.

»Sehendes Sehen« Glossareintrag in der Literatur

Der Glossareintrag zu »Sehendes Sehen« wird zitiert und findet Anwendung im methodologischen Abschnitt (»Methodische Ausgangsbasis«) von: Täschler, Susann (2017): Vaterfiguren. Die Entwicklung der dokumentarischen Filmanalyse für die erziehungswissenschaftliche Untersuchung generativer Verhältnisse im Schweizer Spielfilm von 2000–2014. Internationale Hochschulschriften, Band 638, 280 Seiten, broschiert, ISBN 978-3-8309-3649-7, S. 128:

»3.4.2. Anschlussmöglichkeiten. Wird die dokumentarische Methode auf die Bildinterpretation angewendet, lehnt sie sich in ihrer Struktur an Panofskys dreistufigen Gliederungsprozess an (...) und orientiert sich an Imdahls Interpretationsansatz (Imdahl [1974] 1996, Romanacci 2014).«